Hallo zusammen,
ich weiß, es ist gerade Juni und eigentlich denkt man nicht ans Heizen – aber ich plane gerade für den nächsten Winter vor, weil ich letzten Januar wirklich schlechte Erfahrungen gemacht habe und das nicht nochmal haben möchte.
Wir haben seit 2021 eine Split-Klimaanlage im Wohnzimmer, die auch heizen kann – also mit Wärmepumpenfunktion. Im Sommer läuft sie super, keine Klagen. Aber letzten Winter, als es draußen so um die -5 Grad hatte, hat das Gerät kaum noch Wärme geliefert. Es hat zwar noch geblasen, aber wirklich warm wurde es im Raum nicht mehr. Wir haben dann wieder auf die alten Heizkörper umgestellt.
Mein Mann meint, das sei normal und die Anlage sei einfach nicht für solche Temperaturen gemacht. Ich bin mir da nicht so sicher. Immerhin haben wir damals nicht wenig Geld dafür bezahlt und ich hätte gedacht, dass das Ding auch im Winter richtig funktioniert.
Jetzt meine Fragen: Ist das wirklich eine technische Grenze bei Klimaanlagen generell, oder kann das auch ein Defekt sein? Und wenn es eine Grenze ist – gibt es da irgendwas, was man tun kann, damit es besser läuft? Muss das ein Techniker anschauen oder lohnt sich das überhaupt?
Ich bin da ehrlich gesagt kein Technikprofi, also bitte nicht zu kompliziert erklären 😊
Danke schon mal, Renate
Hallo Renate,
dein Mann hat nicht ganz Unrecht, aber die ganze Wahrheit ist das auch nicht. Klimaanlagen mit Wärmepumpenfunktion verlieren bei sinkenden Außentemperaturen tatsächlich deutlich an Effizienz und Leistung – das ist physikalisch bedingt und kein Defekt. Der Verdampfer im Außengerät muss der kalten Luft noch Wärme entziehen, und je kälter es draußen ist, desto schwerer fällt das dem System.
Die meisten handelsüblichen Geräte sind bis etwa -10°C spezifiziert, aber die angegebene Heizleistung gilt in der Regel für +7°C Außentemperatur. Bei -5°C kann die tatsächliche Leistung schon auf 50-60% der Nennleistung gefallen sein – manchmal auch weniger, je nach Gerät.
Ob es ein Defekt ist, lässt sich schwer sagen ohne mehr Infos. Kannst du mal nachschauen, was auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung unter 'Heizleistung' und 'Betriebsbereich' steht? Wenn die Mindesttemperatur z.B. mit -7°C angegeben ist und dein Gerät bei -5°C schon fast gar nichts mehr macht, könnte durchaus auch ein technisches Problem vorliegen – etwa ein verschmutzter Außenwärmetauscher oder ein Kältemittelverlust.
Für den Winter würde ich empfehlen, das Außengerät vor der Heizsaison gründlich reinigen zu lassen und den Kältemitteldruck prüfen zu lassen. Das muss aber ein Fachbetrieb machen.