Ich habe mich mit dem Thema Rohrlängen ja schon intensiv beschäftigt, auch im Zusammenhang mit meinem Projekt – ich hatte damals 28 qm Südfront im Altbau und musste die Kühlleistung durchrechnen. Dabei bin ich auch über das Thema Rohrlängenkorrektur gestolpert.
Was ich ergänzen möchte: Bei R32 ist es nicht nur die Länge, die zählt, sondern auch der Höhenunterschied zwischen Innen- und Außengerät. Wenn das Außengerät unten steht und das Innengerät oben, also Saughöhe nach oben, dann kann das nochmal relevant werden. Manche Hersteller machen dafür auch eine separate Korrektur im Datenblatt.
Und noch ein praktischer Tipp: Bevor du einen Betrieb beauftragst, ruf am besten direkt beim Mitsubishi-Kundendienst an und frag, ob für dein Modell bei 8-9 Metern tatsächlich eine Nachfüllung nötig ist. Die können das anhand der Modellnummer genau sagen. Spart u.U. den Extrabesuch.
Kurze Antwort vorab: Ja, das Nachfüllen hängt tatsächlich von der konkreten Rohrlänge ab. Bei Mitsubishi Heavy ist die Werksladung meistens für 7,5 Meter ausgelegt, genau steht das im Installationshandbuch (nicht in der Bedienungsanleitung für den Nutzer – da steht das oft nicht drin). Bei 8-9 Metern bist du also schon leicht drüber, aber es ist eine Grenzfrage.
Die Faustregel bei R32 liegt bei etwa 20 g pro Meter Zusatzleitung, aber das variiert nach Rohrdurchmesser und Modell. Für 1-2 Meter Mehrlänge reden wir also von 20-40 g – das ist wirklich wenig, viele Techniker sagen bei solchen Mengen, es lohnt sich kaum und das System läuft trotzdem stabil.
Zum Selbermachen: Nein, geht nicht legal. R32 fällt unter die F-Gase-Verordnung, das Nachfüllen darf nur ein zertifizierter Kälteanlagenbauer. Das ist keine Empfehlung, das ist Pflicht. Kosten für einen Servicebesuch inkl. kleiner Nachfüllung würde ich auf 80-150 € schätzen, je nach Region und Betrieb.