Aus handwerklicher Sicht: Die Abweichung in Hersteller-Apps hat meistens einen simplen Grund. Die berechnen den Verbrauch aus dem Betriebsmodus und der Sollleistung laut Kennlinie – echte Strommessung findet da nicht statt. Das ist kein Betrug, aber eben auch keine Messung.
Für echte Diagnosezwecke empfehle ich immer ein kalibriertes Messgerät direkt am Anschluss. Bei gewerblichen Kunden setzen wir dafür Datenlogger ein, die über Wochen aufzeichnen. Ob das im Heimbereich nötig ist, hängt davon ab, was man erreichen will. Ein Shelly oder ähnliches reicht für die meisten Zwecke völlig aus.
Leistungsabfall durch Verschmutzung oder Kältemittelverlust lässt sich übrigens tatsächlich in den Messdaten erkennen, wenn man lang genug aufzeichnet – die Laufzeiten werden länger bei gleicher Raumtemperaturveränderung. Das ist aber Feinarbeit und kein Selbstläufer.