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Kältemittelkreislauf während Montage dokumentieren – sinnvoll?

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Markus-Breit24
Beiträge: 32
Themenstarter
(@markus-breit24)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#91]

Hallo zusammen,

ich bereite gerade die Montage meiner ersten Split-Anlage seit etwa zehn Jahren vor und plane, vieles selbst zu machen. Bei der Recherche zur Rohrleitungsverlegung und dem Kältemittelanschluss bin ich auf die Frage gestoßen, ob es sinnvoll ist, den Kreislauf während der Inbetriebnahme zu dokumentieren – also Druck, Temperatur, eventuell sogar erste Messwerte zum Stromverbrauch zu erfassen.

Mir geht es nicht um professionelle Wartungsdokumentation, sondern eher darum, von Anfang an ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Anlage im Normalbetrieb läuft. So könnte ich später bei Fehlercodes oder Leistungsabfall besser einschätzen, ob etwas wirklich nicht stimmt oder ob die Werte im Rahmen sind.

Hat jemand von euch bei der Eigeninstallation auch Messdaten aufgezeichnet? Welche Parameter waren am aussagekräftigsten? Und braucht man dafür spezielle Geräte, oder reichen einfache Strommessgeräte am Anfang aus?

Danke für Tipps!


5 Antworten
KlimaTechnik_87
Beiträge: 12
(@klimatechnik_87)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Definitiv ja. Ich habe beim Multisplit-Aufbau jeden Schritt dokumentiert und vergleiche immer noch die Werte von damals mit heute. So erkenne ich Drift früh – wenn beispielsweise die Stromaufnahme ohne Grund steigt, obwohl die Außentemperatur gleich ist, ist irgendein Druckverlust im Spiel oder der Verdampfer wird langsam zu. Die Differenzen zwischen Soll und Ist helfen enormously bei der Fehlersuche. Nehmen Sie zumindest Außentemperatur, gemessene Stromaufnahme in W und die Solltemperatur auf – mehr brauchts nicht.

Ein Link zu meinem früheren Thread über Druckverluste bei Multisplit könnte dir auch helfen: Kältemittelverlust bei Multisplit – wie erkenne ich das sicher?


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KlausReinhardt52
Beiträge: 33
(@klausreinhardt52)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ja, guter Gedanke. Ich messe bei meiner Mitsubishi vom ersten Tag an mit einem Strommessgerät nach. Damit kann ich hinterher überprüfen, ob die SEER-Werte des Herstellers realistisch sind. Gerade bei Inverter-Modellen sehe ich oft, dass der Stromverbrauch im Teillastbetrieb ganz anders ausfällt als in den Prospekten versprochen. Nehmen Sie sich also ein halbwegs vernünftiges Messinstrument – Baumarkt-Messgeräte taugen da oft nicht viel.


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Markus-Breitner
Beiträge: 55
(@markus-breitner)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin da etwas skeptisch, ob das für Eigeninstallation wirklich notwendig ist. Solange die Anlage läuft und der Raum kalt wird, ist doch das wichtigste erreicht, oder? Bei Defekten wird ein Fachbetrieb sowieso mit professionellem Equipment messen – Ihre privaten Notizen helfen dann wenig weiter. Aber wenn Sie Zeit haben und es Sie interessiert, spricht nix dagegen.


Antwort
Gerhard_1954
Beiträge: 30
(@gerhard_1954)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Das ist eine sehr durchdachte Frage, Markus. Ich dokumentiere bei meiner Anlage tatsächlich jeden Schritt – nicht nur Wartung, sondern auch die Erstinbetriebnahme. Mein Rat: Notieren Sie unbedingt die Hochdruckseite und Niederdruckseite beim ersten Start, die Außentemperatur und die gemessene Stromaufnahme in Ampere am Verdichter. Diese Referenzwerte sind Gold wert, wenn später mal etwas schiefgeht. Ein einfaches digitales Multimeter für Spannung und Strom reicht vollkommen aus. Die Drücke können Sie mit einem günstigen Manometer-Set ablesen – Fachbetriebe verlangen dafür später Unsummen.


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