Moin zusammen, ich habe meine Split-Klimaanlage jetzt so weit ausgemessen und optimiert, dass ich sie gerne über MQTT steuern möchte – nicht nur Ein/Aus, sondern gezielt die Inverter-Leistung modulieren.
Mein Setup: 42 m² Büroraum mit großer Südfront, Einfachverglasung, die Anlage ist eine Toshiba mit variabler Drehzahl. Derzeit messe ich den Stromverbrauch parallel mit einer Shelly EM, um später den echten COP nachzuvollziehen.
Meine Frage: Welche MQTT-Topic-Struktur habt ihr verwendet, um nicht nur die Solltemperatur zu setzen, sondern auch die Inverter-Stufe (Kompressor-Drehzahl) zu kontrollieren? Manche Geräte akzeptieren da ja nur abstrakte "Leistung 30%, 60%, 100%", andere verstehen nur Temperaturangaben.
Und: Macht es energetisch Sinn, die Drehzahl proaktiv zu senken, wenn der Raumfühler noch nicht am Sollwert ist – oder führt das eher zu Zyklusverlusten? Ich will ja nicht jeden Tag 50 kWh verheizen.
Danke für eure Erfahrungswerte!
Schön, dass du dich mit den konkreten Stromzahlen auseinandersetzt. Bei mir läuft das über Home Assistant und ich nutze eigentlich nur zwei Topics: `climate/solltemperatur` und `climate/modus`. Die Inverter-Drehzahl stelle ich indirekt über die Temperaturabweichung ein – je größer die Differenz Ist-Soll, desto aggressiver fährt der Kompressor hoch. Das ist aber in den meisten Geräten schon hardwareseitig mit PID-Regler gelöst.
Zum zweiten Punkt: Unnötiges Runterfahren der Drehzahl bringt dir tatsächlich nichts, wenn der COP dann in den Keller geht. Inverter-Klimaanlagen haben ja ihren sweet spot so um 50–70% Leistung, da ist die Effizienz meist am besten. Mein Tipp: Lass die Anlage selbst regeln und steuere stattdessen über die Solltemperatur und Zeitfenster.
Da würde ich ehrlich mal schaun, ob die Toshiba überhaupt MQTT nativ spricht oder ob du nen zusätzlichen Adapter brauchst.
Bei mir sieht das Topic-Schema so aus: `home/klimaanlage/solltemp`, `home/klimaanlage/fan_speed`, `home/klimaanlage/status` und `home/klimaanlage/energy_current`. Die meisten Toshiba-Modelle haben da aber über den MQTT-Adapter leider nur eine begrenzte Auflösung – du kannst zwar die Temperatur stellen, aber nicht direkt die Kompressor-Prozente ansprechen.
Was ich teste: Automatisierte Leistungsprofile basierend auf Belegungssensoren. Also z.B. wenn der Raum belegt ist, fahre ich auf 22°C runter (volle Power), wenn leer, dann 26°C (minimal). Die Vakuumierung und Dichtheit stimmt da natürlich auch, hatte ich ja früher schon getestet. Mit den Sensoren spare ich dadurch real etwa 12–15% Jahresverbrauch.