Hallo zusammen,
ich habe vor kurzem mein Homeoffice mit einem Multisplit-System ausgestattet (3 Innengeräte, ein Verdichter) und möchte das jetzt vollständig über eine zentrale App steuern und vor allem energieoptimiert fahren.
Bislang nutze ich die herstellereigene App für jeden Innenraum einzeln – das ist natürlich unpraktisch und ich vermute, ich verschenke dabei Effizienzpotenzial. Im August mit Außentemperaturen über 30°C merke ich schnell, wenn die Regelung nicht optimal läuft.
Meine Fragen:
1. Welche Apps ermöglichen wirklich zentrale Verwaltung aller drei Räume mit gemeinsamer Optimierung?
2. Kann ich über MQTT oder Home Assistant die Inverter-Modulation des Verdichters so steuern, dass ich z.B. nachts die Vorkühlung nutze oder bei Teillast intelligenter regeln kann?
3. Hat jemand Erfahrung mit IoT-Monitoring, um den realen SEER-Wert zu tracken und die Automatisierung danach anzupassen?
Ich bin technisch versiert (IT-Projektmanager), daher auch interessiert an tieferen Integrationen – nicht nur einfacher Fernbedienung.
Viele Grüße,
Markus
Hallo Markus,
da freut mich, dass Du das Thema so systematisch angehen willst. Ich muss Dir ehrlich sagen: Bei meinen Recherchen zur F-Gase-Verordnung und den neuen Kältemitteln wie R290 und R32 bin ich auch auf die Frage gestoßen, wie sinnvoll es ist, ältere Multisplit-Systeme mit nachträglichen IoT-Lösungen zu tunen – wenn das Gerät ohnehin nicht native MQTT-Schnittstellen hat. Das wird oft teurer und komplizierter als gedacht.
Aber: Wenn Dein System WLAN hat und der Hersteller eine offene API bietet, kannst Du Home Assistant oder Node-RED dazwischenschalten. Dann könntest Du tatsächlich Teillastoptimierung programmieren. Manche Nutzer nutzen auch einfach Shelly-Steckdosen zur Messung und steuern über Zeitpläne und Temperaturregeln – weniger elegant, aber zuverlässig.
Mein Tipp: Bevor Du Zeit in MQTT investierst, frag beim Hersteller nach, ob es eine offene Dokumentation zur API gibt. Spart Dir später viel Frust.
Horst