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Shelly-Messung: Klimaanlage frisst 340 kWh – Fehler oder Realität?

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FrischluftHans67
Beiträge: 20
Themenstarter
(@frischlufthans67)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#55]

Hallo zusammen,

ich hab diesen Sommer endlich mal angefangen, meinen Stromverbrauch richtig zu überwachen. Dazu habe ich eine Shelly-Steckdose an meine Split-Klimaanlage gehängt (Midea, 2,5 kW Kühlleistung, Inverter, gekauft 2022) und über den Zeitraum Mai bis Ende Juni aufgezeichnet.

Ergebnis: knapp 340 kWh allein für Kühlung in diesen etwa 7-8 Wochen. Die Anlage läuft bei mir im Wohnzimmer, das ist ca. 35 Quadratmeter, Südausrichtung, Altbau, dritter Stock. Die Fenster sind einfach verglast, was ich weiß, nicht ideal. Ich kühle meistens auf 24 Grad runter, die Anlage startet so gegen 11 Uhr morgens und läuft dann oft bis 21-22 Uhr durch.

Jetzt meine Frage: Sind 340 kWh für so einen Zeitraum realistisch oder deutet das auf ein Problem hin? Ich hab gelesen, dass Inverter-Geräte eigentlich sehr effizient sein sollen, aber wenn ich das hochrechne auf den ganzen Sommer komme ich auf über 600 kWh, das wären bei meinem Tarif fast 250 Euro nur fürs Kühlen.

Gibt es Richtwerte, mit denen ich das vergleichen kann? Oder könnte es sein, dass die Shelly-Steckdose falsch misst? Ich bin kein Techniker, also bitte nicht zu kompliziert erklären wenn möglich. Danke schonmal!


3 Antworten
Markus-Breitner72
Beiträge: 37
(@markus-breitner72)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich seh das etwas anders als InverterKing oben – 340 kWh ist nicht nur "nicht unrealistisch", das ist meiner Einschätzung nach sogar relativ viel, auch für die beschriebenen Bedingungen. Ich würde da schon genauer hinschauen.

Ein paar Punkte die ich prüfen würde:

Erstens, wie alt ist die Anlage und wurde sie je gewartet? Zugesetzte Filter oder ein verschmutzter Verdampfer können die Effizienz massiv drücken – das Gerät läuft dann länger bei schlechterer Leistung.

Zweitens, läuft die Anlage auf "Auto"-Modus oder hast du die Lüfterstufe manuell eingestellt? Viele Leute lassen die auf niedriger Stufe laufen weil's leiser ist, das kostet aber Effizienz.

Drittens, welcher SEER-Wert ist für das Midea-Gerät angegeben? Bei SEER 6 und 2,5 kW Kühlleistung kommst du rechnerisch auf ca. 0,42 kW Stromaufnahme im Nennpunkt. Bei 11 Stunden täglich und 56 Tagen wären das theoretisch etwa 260 kWh – du liegst also gut 30% drüber, was auf ein konkretes Problem hindeuten kann.

Ich würde erstmal die Filter reinigen und dann nochmal eine Woche messen.


Antwort
KlimaClean_Pro
Beiträge: 22
(@klimaclean_pro)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Filter prüfen und reinigen, wie Markus-Breitner schreibt, ist wirklich der erste Schritt. Zugesetzte Filter sind in meiner Erfahrung der häufigste Grund für unnötig hohen Verbrauch – die Leute unterschätzen das enorm.


Antwort
InverterKing_42
Beiträge: 40
(@inverterking_42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also 340 kWh in knapp 8 Wochen klingt erstmal viel, ist aber für deine Konstellation leider nicht unrealistisch. Einfachverglasung + Südausrichtung + Altbau + 11 Stunden Laufzeit täglich – das ist ziemlich ungünstig kombiniert. Dein Gerät kämpft quasi den ganzen Tag gegen die Wärmeeinträge an.

Zum Vergleich: Bei gut gedämmter Wohnung mit ähnlicher Fläche würde ich eher 150-200 kWh für denselben Zeitraum erwarten. Der Unterschied liegt nicht unbedingt an der Anlage selbst, sondern daran wie viel Wärme reinkommt.

Die Shelly-Messung ist übrigens grundsätzlich zuverlässig, die misst den tatsächlichen Wirkleistungsverbrauch. Ich würd eher schauen ob du Verbesserungen an der Beschattung hinbekommst – Außenrollos oder auch nur gute Innenrollos können die Kühlleistungsanforderung deutlich reduzieren. Das wäre mein erster Ansatz. Das Gerät selbst dürfte korrekt arbeiten, solange der SEER-Wert in der Herstellerdoku halbwegs passt. Für R32-Geräte hab ich das Thema Effizienz übrigens auch mal in einem anderen Thread beleuchtet, ist vielleicht interessant: R32 vs. R290 im Vergleich – lohnt sich der Wechsel zu Propan wirklich?


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