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Inverter wirklich sparsamer? Meine Messungen vs. Herstellerangaben

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Markus-Pfeiffer
Beiträge: 29
Themenstarter
(@markus-pfeiffer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#48]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich jetzt seit ein paar Wochen intensiv mit dem Thema und wollte mal eure Einschätzung hören – speziell von denen, die das ebenfalls selbst nachmessen.

Ich habe seit Anfang Juni eine neue Inverter-Split-Klimaanlage im Betrieb (Mitsubishi Electric MSZ-AP35VGK, SEER 8,5) und tracke den Verbrauch über einen Zwischenstecker mit Energiemessung. Was ich bisher sehe: Im Teillastbetrieb, also wenn es draußen so um die 28–30°C hat und das Gerät nur auf Zieltemperatur hält, komme ich auf tatsächlich sehr niedrige Werte – oft unter 400W bei 2,5 kW Kühlleistung. Das deckt sich ungefähr mit dem, was der SEER suggeriert.

Aber: An Tagen mit 36°C+ läuft die Anlage gefühlt dauerhaft auf hoher Last, und dann sieht die Effizienz deutlich schlechter aus. Ich frage mich deshalb, ob der SEER-Vorteil des Inverters vor allem bei moderaten Außentemperaturen greift und bei echter Hitzewelle kaum noch Unterschied zu einem On/Off-Gerät besteht.

Hat jemand direkten Vergleich – also wirklich eigene Messdaten von einem On/Off-Gerät vs. Inverter unter gleichen Bedingungen? Oder weiß jemand, wie groß der Unterschied bei Volllast tatsächlich noch ist?

Mich interessiert auch: Welche Außentemperaturen gelten bei euch als Grenzbereich, ab dem der Inverter-Vorteil spürbar nachlässt?

Danke schon mal – Markus


7 Antworten
Bernd47
Beiträge: 14
(@bernd47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Aus der Praxis: Inverter schlägt On/Off im Alltagsbetrieb fast immer, aber der Unterschied bei echter Hitzewelle ist kleiner als viele denken. Ich hab das in verschiedenen Installationen beobachtet. Was viele unterschätzen: Ein schlecht gewartetes Inverter-Gerät mit verstopftem Filter oder schmutzigem Verdampfer kann schlechter performen als ein sauberes On/Off-Gerät. Regelmäßige Reinigung ist kein nice-to-have.


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KlimaVergleich7
Beiträge: 24
(@klimavergleich7)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurze Rückmeldung dazu: Ich hab drüben im Vergleichsthread für meine 70m² schon einiges dazu gesammelt. Fazit was ich mitgenommen hab: Inverter lohnt sich eindeutig, aber wer in einer Hitzewelle wohnt und das Gerät selten im Teillastbereich betreibt, der sieht den Effizienzvorteil in der Praxis kaum. Für mich war letztlich die Frage welches konkrete Modell in meinem Budget den besten SEER hat – da gibts je nach Hersteller schon Unterschiede die im Alltag messbar sind.


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SplitPlaner42
Beiträge: 55
(@splitplaner42)
Trusted Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich bin gerade selbst in der Planungsphase und hab mich deshalb auch intensiv damit beschäftigt. Was ich rausgefunden hab: Der SEER beschreibt im Grunde einen gewichteten Durchschnitt über verschiedene Lastpunkte. Bei 35°C Außentemperatur (Prüfpunkt D der Norm) ist der Wirkungsgrad schon deutlich schlechter als bei Punkt A (in der Norm: 20°C).

Für mein Altbauprojekt hab ich das so einkalkuliert – Multisplit im Altbau: Lohnt sich das bei schlechter Dämmung wirklich? – da hat jemand ähnlich argumentiert: Wenn die Hülle schlecht ist, läuft die Anlage häufiger auf Volllast und der rechnerische SEER-Vorteil verpufft teilweise im Alltag.

Inverter bleibt trotzdem sinnvoller, allein weil es die Kompressorbelastung reduziert und der Verschleiß geringer ist. Aber wer nur die Stromrechnung im Blick hat, sollte den SEER nicht zu unkritisch als Vergleichsgröße nehmen.


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Markus_J82
Beiträge: 28
(@markus_j82)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich schaue das gerade aus der Planerperspektive: Für mein Reihenhaus hab ich auch überlegt, ob ein On/Off-Gerät nicht günstiger wäre, weil die Anschaffungskosten teilweise deutlich niedriger liegen. Aber dann hab ich die Rechnung aufgemacht – bei einem durchschnittlichen Haushalt in D mit ~400–600 Betriebsstunden im Sommer macht der Effizienzunterschied schon 30–50 Euro pro Jahr aus, je nach Strompreis. Das summiert sich über 10 Jahre.

Bei der Rohrleitungsdimensionierung für meinen geplanten Einbau (Außenwand Süd, ca. 6m Leitungslänge) hab ich außerdem gelesen, dass zu lange oder zu eng gewählte Leitungen die Effizienz zusätzlich drücken – das ist dann unabhängig davon, ob Inverter oder nicht. Habt ihr eigentlich bei euren Messungen auch die Leitungslänge bzw. den Installationsaufwand als Variable berücksichtigt? Weil das gefühlt oft vergessen wird.


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